Frauen Artikel 16. Oktober 2026

Härtetest in Wien: FCPS-Frauen fordern USC Landhaus

Sonntag, 18. Oktober 2026, 11.00 Uhr

Härtetest in Wien: FCPS-Frauen fordern USC Landhaus

Die Ausgangslage verspricht ein Duell auf Augenhöhe. Landhaus wird vor heimischem Publikum versuchen, die Pinzgauerinnen früh unter Druck zu setzen. Der FCPS will mit einer kompakten Mannschaftsleistung, kontrolliertem Spielaufbau und entschlossenen Angriffen dagegenhalten.

In der Offensive ruhen die Hoffnungen erneut auf Mollie Baker und Ines Obradovac. Während Baker ihre Stärken vor allem im Strafraum und im Abschluss ausspielt, sorgt Obradovac mit Tempo und direktem Zug zum Tor für Gefahr. Gegen eine gut organisierte Wiener Defensive wird es darauf ankommen, die sich bietenden Räume konsequent zu nutzen.

Campus-Talente verstärken den Reisekader

Eine besondere Note erhält die Reise nach Wien durch mehrere Spielerinnen aus dem eigenen Campus. Mit konstanten Leistungen haben sie sich ihren Platz im Bundesligakader erarbeitet und zuletzt gezeigt, dass sie auch im Frauenfußball auf diesem Niveau wichtige Akzente setzen können.

Johanna Machreich verschafft dem Trainerteam durch ihre Vielseitigkeit zusätzliche taktische Möglichkeiten. Sie kann sowohl als Außenverteidigerin als auch weiter vorne auf der Außenbahn eingesetzt werden. Ihr Spielverständnis und ihre Fähigkeit, unterschiedliche Aufgaben zu übernehmen, können gerade in einem engen Auswärtsspiel wertvoll werden.

Mit viel Selbstvertrauen reist auch Ida Berger nach Wien. Bei ihrem jüngsten Einsatz überzeugte sie mit mutigem Spiel über die Außenbahn und bereitete den Führungstreffer präzise vor. Ihre Ruhe am Ball und ihre Bereitschaft, offensiv Verantwortung zu übernehmen, machen sie zu einer weiteren interessanten Option.

Levi Dophemont hat wiederum mehrfach bewiesen, dass sie einer Begegnung nach ihrer Einwechslung neue Energie verleihen kann. Mit ihrer Dynamik, schnellen Entscheidungen und konsequenten Arbeit im Mittelfeld sorgt sie für zusätzlichen Schwung – besonders dann, wenn die Kräfte nachlassen und sich mehr Räume öffnen.

Stabilität als Grundlage

Für die notwendige Ordnung sorgt Kapitänin Milena Eiterer. Sie gibt im Zentrum mit hoher Laufbereitschaft und taktischer Disziplin den Rhythmus vor, übernimmt Verantwortung und hält die Mannschaft auch in schwierigen Spielphasen zusammen.

Über die Außenbahn entwickelt sich Julia Thurner zunehmend zu einer wichtigen Stütze. Mit ihren Vorstößen kann sie offensiv für Breite sorgen, ohne dabei die defensive Absicherung aus den Augen zu verlieren. Dieses Zusammenspiel aus Mut nach vorne und konsequenter Rückwärtsarbeit wird gegen Landhaus besonders gefragt sein.

Im Tor setzt Letizia Voithofer ihre positive Entwicklung fort. Mit guten Reflexen, wachsender Präsenz im Strafraum und klarer Kommunikation gibt sie der Abwehr Sicherheit. Gerade auswärts kann diese Ruhe ein entscheidender Faktor sein.

Der FC Pinzgau reist damit mit einer interessanten Mischung nach Wien: Gefährliche Angreiferinnen, ein verlässliches Gerüst und Spielerinnen aus dem Campus, die ihre Chancen im Bundesligakader nutzen wollen. Gelingt es den „Ladies in Black“, diese Qualitäten zu einer geschlossenen Leistung zu verbinden, soll aus der Bundeshauptstadt etwas Zählbares mit nach Saalfelden genommen werden.